Übung "Notfallstation" am 21.04.2007


Notfallstation für nuklearen GAU eingerichtet

Kreisrealschule wird in Prüfstation umfunktioniert - Zum Glück nur eine Übung - Einsatzleiter informierten bei Rundgang

Jochen Götz und Ramona Dittkuhn (rechts) bei der Präsentation einer Prüfstation. Bild: Dieckmann

GELNHAUSEN (rdn). Bei einem kerntechnischen Unfall kann es notwendig sein, für die Bevölkerung und Einsatzkräfte Notfallstationen in besonders ausgestatteten Objekten einzurichten. In Gelnhausen sind das die Kreisrealschule und als Notunterkunft das Grimmelshausen Gymnasium. Am Samstag wurde entsprechend den Empfehlungen der Strahlenschutzkommision des Bundes so eine Notfallstation in der Kreisrealschule als Übungsszenario eingerichtet.

Ausgehend von einem schweren Unfalls, eines GAU (größter anzunehmender Unfall) im Kernkraftwerk Biblis, bauten Einheiten des Main-Kinzig-Kreises die Notfallstation binnen zwei Stunden auf. Beteiligt waren der 2. Sanitätszug der Johanniter-Unfallhilfe Main Kinzig und Arbeiter des Samariterbund Ortsverband Großkrotzenburg, der 1. Betreuungszug des Rot-Kreuz-Kreisverbands Hanau, der 4. Betreuungszug des Rot-Kreuz Kreisverbandes Gelnhausen und Schlüchtern, der Gefahrstoffzug atomar, biologisch, chemisch (GABZ-Zug) und der Informations- und Kommunikationszug des Technischen Hilfswerks Erlensee. Zur weiteren Unterstützung war die Freiwillige Feuerwehr Mitte angefordert. Im Ernstfall kommen dann noch Ärzte hinzu, die die medizinische Erstversorgung übernehmen und Beratungsgespräche führen. Insgesamt 71 Hilfskräfte waren an der Übung in der Kreisrealschule beteiligt.

"Eine Notfallstation ist eine Einrichtung zur medizinischen Sichtung und Erstversorgung von Personen die von einem Kernkraftwerksunfall direkt betroffen sind", erläuterte Einsatzleiter Jochen Götz und Ramona Dittkuhn von der Einsatzleitung das Szenario bei dem Einleitungsgespräch durch die zehn Sektionen der Station während des Rundgangs mit Besuchern aus Lokal- und Kreispolitik, Bundeswehr und Angehörigen der amerikanischen Streitkräfte. Grundsätzlich werden an den Stationen die entsprechenden Strahlenbelastungen erst quantitativ und im weiteren Verlauf qualitativ festgestellt. Als Ergebnis werden die entsprechende Weiterbehandlungen eingeleitet. Das Spektrum der Weiterbehandlungen kann vom gezielten Entfernen der Anhaftungen radioaktiver Stoffe und der Unterbringung in Notunterkünften bis zu einer weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser reichen. Rund 1000 betroffene Personen können pro Tag durch die Notfallstation geschleust werden. Götz erläuterte zudem, dass das Aufsuchen so einer Notfallstation freiwillig ist und in den Bereich der unteren Katastrophenschutzbehörde des Kreises falle. (Auszug aus "Gelnhäuser Tageblatt")

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