Kauf des ersten automatischen externen Defibrillators (AED)


Ortsvereinigung Vogelsberg kauft ersten automatischen externen Defibrillator

Auf der Vorstandssitzung der Ortsvereinigung Vogelsberg am 28.10.01 wurde der Beschluss zum Kauf eines ersten "Heartstart FR 2" von der Firma Laerdal gefasst. Der Kauf des Gerätes wird von der Björn Steiger Stiftung und dem DRK-Kreisverband Gelnhausen unterstützt.

Defi-Gerät der Fa. Laerdal, Modell "Heartstart FR 2"Jährlich sterben etwa 100.000 Menschen in Deutschland am plötzlichen Herztod. Er ist damit die häufigste Todesursache außerhalb des Krankenhauses. Kürzere Einsatzzeiten des Rettungsdienstes sind kaum zu realisieren, eine intensivere Ausbildung der Bevölkerung in erster Hilfe allein wird nicht reichen, um von diesem hohen Wert herunterzukommen. Je früher das flimmernde Herz durch Stromstöße therapiert wird, um so größer sind die Überlebenschancen des Betroffenen. Deswegen bemüht sich das Deutsche Rote Kreuz neben den anderen Hilfsorganisationen, Laien in Frühdefibrillation auszubilden.

Gemeinsame Richtlinien in der Breitenausbildung

Herz-Druckmassage und Mund-zu-Nase-Beatmung allein verbessern die Überlebenschancen eines Patienten mit Kammerflimmern um zehn Prozent. Wird zusätzlich noch die automatische externe Defibrillation (AED) angewandt, steigen die Chancen auf nahezu 30 Prozent. Ein Grund, weshalb auch das European Resuscitation Council und die Bundesärztekammer die Breitenausbildung in dieser invasiven Maßnahme unterstützen.

ASB, DLRG, DRK, Johanniter und Malteser haben gemeinsame Rahmenbedingungen sowie Mindestanforderungen für die Frühdefibrillation durch Laien definiert.

Die Interessenten für den Lehrgang müssen vorher die komplette Sanitätsdienstausbildung und das Notfalltraining Reanimation absolviert haben.

Das Gerät sagt dem Anwender, was er zu tun hat

Anders als die herkömmlichen, im Rettungsdienst eingesetzten Defibrillatoren sind die AED-Defis in der Handhabung sehr einfach. Die Plazierung der Elektroden zeigt eine Grafik auf der Oberseite der Geräte an. Die Bedienung erfolgt meist in drei aufeinanderfolgenden Schritten. Das Gerät sagt dem Anwender, was er zu tun hat. Per Ansage erhält der Helfer so den Hinweis, dass er Elektroden auf den Brustkorb des Patienten aufzukleben hat, eine Analyse starten muss und einen Schock auslösen, bzw. die Herz-Lungen-Wiederbelebung starten soll. Erkennt das Rhythmus-Analyse-Programm eine zu defibrillierende Störung, gibt das Gerät bis zu drei Schocks hintereinander frei. Zeigen diese Maßnahmen keinen Erfolg, rät der Apparat dem Helfer zu einer Herz-Lungen-Wiederbelebung, ehe erneut eine Rhythmus-Analyse erfolgt. Ist laut Defibrillator ein Schock nicht erforderlich, wird der Helfer sofort angewiesen, über drei Minuten eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen. Kinderleicht? Versuche der Ludwig-Maximilian-Universität München sollen zumindest ergeben haben, dass bereits zehnjährige Kinder solche AED-Geräte bedienen können.

Gerd Neuhausen eMail an Gerd Neuhausen  Quelle: Rettungs-Magazin Juli/August 2001

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