Spendenaktion "Defibrillator für Udenhain"


Erfolgreiche Spendenaktion für die Udenhainer Voraushelfer

DRK-Betreuungszugleiter Helmut Höhn sammelt 4000 Euro für einen Defibrillator

BRACHTTAL (an/ gt). Heiner Kauck, der Vorsitzende der DRK-Ortsvereinigung Vogelsberg, stellte diese Aktion beim Neujahrsempfang als positives Beispiel heraus: Helmut Höhn, der Leiter des DRK-Betreuungszuges in Udenhain, hat bereits 4000 Euro Spenden gesammelt. Davon soll ein Defibrillator für die Udenhainer Voraushelfer angeschafft werden. Die Spendenaktion geht weiter. Die Ortsgruppe Udenhain des Deutschen Roten Kreuzes der Ortsvereinigung Vogelsberg ist seit Jahren im Voraushelfer-System des Bereiches von Birstein und Brachttal integriert. Grundüberlegung und Ziel der Einrichtung eines solchen Systems ist, dass das "therapiefreie Intervall" durch frühzeitige qualifizierte Hilfeleistung verkürzt und somit eine Minderung der Folgeschäden erzielt wird. Dieser Dienst ist freiwillig und somit nicht durch den Träger des Rettungsdienstes finanziert. Die Kosten müssen die jeweiligen Organisationen selbst tragen, so erläutert Helmut Höhn. Udenhain liegt in der Mitte zwischen den Rettungswachen in Birstein, Bad Soden-Salmünster, Steinau und Wächtersbach. Somit liegt Udenhain im Randbereich der Versorgungszonen und die Anfahrzeiten der Rettungsmittel liegen mindestens bei etwa fünf bis acht Minuten, gelegentlich kann es auch länger dauern. Somit muss ein "Helfer vor Ort" die Zeit, bis der Rettungsdienst eintrifft, mit qualifizierter Erster Hilfe überbrücken.

Das Einsatzgebiet der Udenhainer Rotkreuzler ist auf Udenhain begrenzt, da sonst der Zeitvorteil nicht mehr gegeben wäre. In Ausnahmesituationen kann es natürlich auch vorkommen, dass die Leitstelle die Udenhainer Voraushelfer zu einem Ziel außerhalb dieses Bereiches alarmiert. Helmut Höhn vom DRK in Udenhain hofft, mit der zusätzlichen Bereithaltung eines Defibrillators einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit der Udenhainer Bevölkerung zu erfüllen. Denn bei einem Herzversagen zählt jede Sekunde. In Deutschland sterben jährlich mehr als 140 000 Menschen einen vermeidbaren Tod durch plötzliches Herzversagen. Von den jährlich vom plötzlichen Herzversagen Betroffenen überleben heute nur fünf Prozent. Dabei hätten alle eine 75-prozentige Überlebenschance, wenn sie innerhalb von drei bis fünf Minuten reanimiert würden. Die einzige effektive Möglichkeit, dem Tod entgegen zu treten, ist die Defibrillation, die Abgabe eines koordinierten Elektroschocks mittels eines so genannten Defibrillators, kurz "Defi" genannt. Es geht um Menschen jeder Altersgruppe. Die Udenhainer Rotkreuzler wollen so einen Defibrillator und die zugehörende Ausstattung anschaffen.

Bisher haben Privatpersonen, Firmen und Vereine rund 4000 Euro gespendet, alleine 550 Euro kommen vom Udenhainer Gesangverein "Liederkranz". Für die Grundausstattung, sagte Helmut Höhn gegenüber dem Gelnhäuser Tageblatt, reiche dieser Betrag. Demnächst werde der "Defi" bestellt. Allerdings werde weiteres Geld benötigt, um die laufenden Kosten zu decken. Außerdem sollen zwei bis drei Helfer mit Meldern ausgerüstet werden. Alleine das werde rund 2500 Euro kosten, so Helmut Höhn. Damit werde man bis zum kommenden Jahr warten, denn dann wird hessenweit auf Digitalfunk umgestellt. Spenden bitte an: Deutsches Rotes Kreuz, Konto-Nr. 4138, Birsteiner Volksbank BLZ: 507 933 00 oder Deutsches Rotes Kreuz, Konto-Nr. 2925, Raiffeisenbank Vogelsberg eG BLZ: 507 633 19. Verwendungszweck: Defi Udenhain (bitte unbedingt angeben). (Auszug aus "Gelnhäuser Tageblatt")


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