Kommersabend am 01.04.2006


Zivilschutz genoss am Anfang höchste Priorität

DRK Birstein feierte 75-jähriges Bestehen - Ein ausführlicher Blick in die Vereinschronik - Kauck seit 1982 Vorsitzender

BIRSTEIN (je). Mit einem Kommersabend beging das DRK Birstein im Bürgerzentrum sein 75-jähriges Bestehen. Wesentlicher Punkt der Veranstaltung war ein Blick in die Chronik. Umrahmt wurde er von den beiden Unterhaltungs-Abteilungen des DRKs, der Tanzgruppe und dem Musik- und Showcorps.

Die Chronik wurde von verschiedenen Mitgliedern verlesen. "Wenn in Birstein etwas geschieht, kann man sicher sein, dass Heiner Kauck dabei ist", betonte der Vorsitzende des Musik- und Showcorps, Rüdiger Schmidt. Und in der Tat: Kauck zieht sich als "roter Faden" durch die Geschichte des Birsteiner DRKs. Er übernahm in einer Kurzfassung den Part der Chronik bis in die 60-er Jahre. Bereits 1926 hatte es einen freiwilligen Sanitätsdienst als Untergruppe der Freiwilligen Feuerwehr gegeben. Fünf Jahre später, 1931, wurde auf Anregung der damaligen Kreisbehörde eine freiwillige Sanitätsgruppe des Roten Kreuzes in Birstein gegründet. Ihre Aufgaben zielten vor Beginn des Zweiten Weltkrieges mehr und mehr in den Zivilschutz der Bevölkerung, den Luftschutz.

Wichtige Nachkriegsstationen waren die Gründung einer Suchdienststelle durch Prinzessin Sophie von Isenburg und eine Ausgabestelle für amerikanische Hilfsgüter durch Berta Heraeus. Sie war damals nach Unterreichenbach evakuiert worden. Weitere wichtige Stationen waren Anfang der 50-er Jahre die Anschaffung eines Behelfskrankenwagens und 1954 eines richtigen Krankenwagens. Fahrer des Wagens wurde Fritz Volz, der vor zehn Jahren starb. Er versah seinen Dienst alleine und von seiner Wohnung aus.

Als Kauck 1957 Mitglied des Birsteiner Roten Kreuzes wurde, waren fünf Tragen, zehn Decken und fünf Verbandstaschen für zehn Helfer und 15 Helferinnen da. Die erste größere Anschaffung war ein gebrauchtes Zelt der US-Armee, auf das mit roter Farbe auf weißem Grund das Emblem des DRK gemalt wurde.

Ab 1960 rege gebaut Seit 1960 verbesserte die Organisation ständig ihre Einsatzfähigkeit. Im Rahmen der Veränderung des Katastrophenschutzes wurden drei Großraumkrankenwagen in Birstein stationiert. Da diese eine Unterstellmöglichkeit benötigten, setzte eine rege Bautätigkeit ein: Sechs Garagen, ein Unterrichtsraum und ein entsprechender Geräteraum entstanden über Jahre hinweg in Eigenleistung der Mitglieder.

Vor fünf Jahren dann kam der Neubau der Rettungswache und der Sozialstation. Im Jahre 1968 ging es in Udenhain weiter. Dort bauten die Helfer nach der Gründung einer Bereitschaft Brachttal ein Vereinsheim mit drei Garagen und einem Unterrichtsraum, ebenfalls in Eigenleistung. Herausragende Personen waren Heinrich Gerhardt, Erich Polzer, Fritz Seipel und Volker Müller, der kürzlich aus dem hauptamtlichen Dienst verabschiedet wurde.

Zwischendurch sollte das Aus für die Birsteiner Rettungswache kommen: Das DRK verfügte, dass nur noch eine zentrale Station in Gelnhausen sein sollte. "Aber die Vogelsberger Basaltköppe haben mit ihrer Sturheit erreicht, dass zunächst hier wenigstens Wochenenddienst geleistet und dann die Rettungswache wieder übernommen wurde", so Kauck.

Im Jahre 1970 wurde ein Spielmannszug gegründet, der nach einigen Jahren kaum noch aktiv war, aber zu Beginn der 80-er Jahre wiederbelebt wurde. 1973 kam die Bergwacht als weitere Abteilung hinzu und 1985 die Tanzgruppe. Und schließlich als jüngste Abteilung im Jahre 1994 die Wasserwacht. Heiner Kauck übernahm im Jahr 1982 den Vorsitz der inzwischen zur "Ortsvereinigung Vogelsberg" umbenannten Gruppe. (Auszug aus "Gelnhäuser Tageblatt" 03.04.2006)

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