Neujahrsempfang am 11.01.2006


Weit mehr als nur ein Verein

Bild: GNZ

Birstein (erd). Die Ortsvereinigung Vogelsberg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat ihr Jubiläumsjahr zum 75-jährigen Bestehen mit einem Neujahrsempfang begonnen. Vorsitzender Heiner Kauck ließ dabei bewusst die Aktiven zu Wort kommen, die von ihren Erlebnissen berichteten und auch erzählten, wie sie zum Roten Kreuz gekommen sind.

"Zweieinhalb Stunden hat der Rettungswagen früher für die Fahrt von Gelnhausen nach Völzberg und zurück gebraucht, aber nur wenn die Straßen frei waren und kein Schnee lag", beschreibt der frühere Bereitschaftsleiter Peter Ritzel die Situation in Birstein. Ein untragbarer Zustand und der Gesundheit von Schwerkranken oder Verletzten im Oberland gewiss nicht zuträglich. Deshalb haben die Rot-Kreuzler in Birstein zunächst einen ehrenamtlichen Unfallrettungsdienst aufgebaut, später war die Rettungswache zunächst nachts besetzt, inzwischen ist die rund um die Uhr und hauptamtlich besetzte Rettungswache in Birstein nicht mehr wegzudenken, denn sie leistet gute Dienste.

Nicht mehr wegzudenken sind auch die verschiedenen Abteilungen des DRK Vogelsberg, sei es die engagierte Bergwacht, die nicht nur viele Wettkampferfolge einheimste, sondern auch für ihre Jugendarbeit bekannt ist. Oder die Wasserwacht, die nicht nur die Wasserrettung beherrscht, sondern auch viele Dienste in Freibädern und an Seen versieht. Das Musik- und Show-Corps, hervor gegangen aus dem Spielmanns- und Fanfarenzug, sowie die Tanzgruppe decken die gesellschaftliche Seite des DRK ab. (Auszug aus "Gelnhäuser Neue Zeitung" 13.01.2006)

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"75 Jahre Rotes Kreuz im Vogelsberg" Anlass zum Feiern

Birsteiner Ortsvereinigung wurde 1931 gegründet - Vorsitzender Heiner Kauck schilderte bei Neujahrsempfang im DRK-Zentrum die Geschichte

Zahlreiche Ehrengäste feierten mit der DRK-Ortsvereinigung Vogelsberg das 75. Jubiläum. Bild: Schäfer

BIRSTEIN (an). Zum ersten Mal hatte am Mittwoch Abend die DRK-Ortsvereinigung Vogelsberg in das DRK-Zentrum in Birstein zu einem Neujahrsempfang eingeladen. Der Anlass war ein besonderer: Die Ortsvereinigung des Roten Kreuzes, die sich hauptsächlich auf das Gebiet der Gemeinden Birstein und Brachttal erstreckt, feiert in diesem Jahr das 75. Jubiläum ihrer Gründung.

Am 24. Juni 1859 war der eher zufällig anwesende Schweizer Kaufmann Henry Dunant von Not und Elend der auf dem Schlachtfeld in Solferino zurückgelassenen Verwundeten tief erschüttert, er organisierte mit Dorfbewohnern zivile Hilfe. Dreieinhalb Jahre später, am 17. Februar 1863, wurde in Genf das "Komitee der Fünf" gegründet - der Vorläufer des heutigen "Internationalen Komitees vom Roten Kreuz". 1931 war es dann auch im südlichen Vogelsberg soweit.

Nach Teilen aus Händels Wassermusik, vorgetragen vom Ensemble de Bracht, begrüßte der Vorsitzende der Ortsvereinigung, Heiner Kauck, die Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, unter ihnen Fürstin Christine von Isenburg, die Kreisbeigeordneten Günter Frenz, André Kavai, Sigrid Schindler und Walter Kurzkurt, Brachttals Bürgermeister Mirko Schütte und Wächtersbachs Erste Stadträtin Susanne Turlach. Kauck erinnerte daran, dass das DRK in Birstein in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit mit sechs Millionen Arbeitslosen gegründet worden sei. "Obwohl es den Leuten extrem schlecht ging, hatte man den Mumm, ein DRK zu gründen." Heute gebe es in Birstein einen sehr aktiven Verein. "Wir haben ein DRK-Zentrum, eine Rettungswache, eine Einsatzstelle in Udenhain - und wir haben Mitglieder", freute sich Heiner Kauck. "Wir können stolz und zufrieden sein." Die Aufgaben seien mittlerweile aufwändiger und vielfältiger geworden. Zur DRK-Ortsvereinigung gehören mittlerweile auch die Wasserwacht, die Bergwacht, das Musik- und Show-Corps und eine Tanzgruppe. Und diese Vielfalt habe auch einen Sinn, nämlich "möglichst viele zu uns zu bekommen".

Vertreter der einzelnen Abteilungen stellten ihren persönlichen Werdegang im DRK vor. Helmut Höhn, der die Katastrophenschutzeinheit in Udenhain leitet, erinnerte sich, dass er 1965 über einen Erste-Hilfe-Kurs zum DRK kam. Und dabei blieb, denn es habe ihm einfach Spaß gemacht. Der ehemalige Bereitschaftsleiter Peter Ritzel schilderte, dass es 1967, als er eintrat, auf der Durchgangsstraße in Birstein fast jede Woche einen schweren Unfall gegeben habe, und es habe immer lange gedauert, bis ein Rettungswagen aus Gelnhausen da sein konnte. "Wir wollten etwas unternehmen und bauten einen ehrenamtlichen Unfallrettungsdienst auf." Bereitschaftsleiterin Jutta Jahnke kam mit 15 Jahren zum DRK, "und es macht immer noch Spaß". Bereitschaftsleiter Thorsten Schneider schilderte, dass er 1996 einen schweren Zweiradunfall gehabt habe, "und ich war verdammt froh, dass das DRK Roth schnell zu Hilfe kam". "Es macht Spaß, wenn man helfen kann", sagte Edgar Haas als Vertreter der Wasserwacht. Und Martin Jung erinnerte an die Anfänge der Bergwacht, die 1973 in Birstein gegründet worden sei. Silke Kauck erinnerte sich, dass ihr Vater Heiner Kauck sie als Mädchen immer zu den DRK-Veranstaltungen mitgenommen habe. Und auch sie fand das passende: das Musik- und Show-Corps des DRK Birstein, das 1978 gegründet wurde. Später wurde auch noch die Tanzgruppe der "Birsteiner Närrn" integriert. "Wir machen es mit Leib und Seele", beteuerte Bereitschaftsarzt Dr. Dietmar Schultheiß. Die vier Birsteiner ärzte versuchten momentan, eine gemeinsame Linie zu finden und einen gemeinsamen Auftritt zu erarbeiten. (Auszug aus "Gelnhäuser Tageblatt" 13.01.2006)

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