30 Jahre Rettungswache Birstein


Männer der ersten Stunde feierten Jubiläum

30 Jahre Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes in Birstein - Heutiger Kreisvorsitzender Heiner Kauck erinnerte sich

Die Männer der ersten Stunde. Bild: Eichenauer BIRSTEIN (je). Seit 30 Jahren gibt es die Rettungswache Birstein. Vergangenen Freitagabend feierten die Männer der ersten Stunde dieses Ereignis im DRK-Heim. Mit dabei war auch der Initiator der Rettungswache, der heutige Kreisvorsitzende des DRK, Heiner Kauck, der so manche Anekdote aus dieser Zeit zu berichten hatte. Gefeiert wurde im kleinen Rahmen, mit einer kurzen Ansprache Kaucks, mit anschließendem Essen und gemütlichem Beisammensein in Anwesenheit des Beigeordneten Alfred Jockel und des DRK-Kreisgeschäftsführers Michael Kronenberg.

Nur ein einziger Sanitäter Vor der Einrichtung der Rettungswache hatte es in Birstein lediglich ein Sanitätsfahrzeug gegeben. Dessen Fahrer, Fritz Volz, war der alleinige Sanitäter mit Ausbildung und so war er rund um die Uhr einsatzbereit, manchmal bis zu 14 Tage hintereinander. Oft genug übernahm er auch noch den Dienst von Kollegen, die Urlaub machten. Dann kam die Zeit, in der gespart werden musste. Das Rettungswesen wurde zentralisiert, die Fahrzeuge und Fahrer wurden in Gelnhausen stationiert. Das bedeutete aber auch, dass in die entlegeneren Gebiete wie Birstein und darüber hinaus in die nördlichen Ortsteile Fahrten von bis zu 60 Minuten für einen Einsatz kalkuliert werden mussten.

Für Heiner Kauck und einige Gleichgesinnte war dies ein unhaltbarer Zustand und sie initiierten die Einrichtung einer Rettungswache in Birstein, zunächst an den Wochenenden. Abwechselnd taten insgesamt an die 100 Leute an den Wochenenden Dienst.

Und sie taten darüber hinaus ehrenamtlichen Dienst an der Allgemeinheit. Für die drei Fahrzeuge des Rettungszuges Birstein bauten sie zunächst Garagen, dann einen Schulungs- und Versammlungsraum, der immer wieder erweitert wurde, bis mittlerweile über Jahre hinweg in Eigenleistung der Mitglieder sechs Garagen, ein Unterrichtsraum und ein entsprechender Geräteraum zuletzt dann der Neubau der Rettungswache und der Sozialstation entstanden sind.

Erst vor zehn Jahren änderte sich die Situation in Birstein erneut. Mit der Verabschiedung des Rettungsdienstgesetzes wurde die Rettungswache Birstein mit Hauptamtlichen besetzt.

Kauck präsentierte aus der Anfangszeit der ehrenamtlichen Wache verschiedene Anekdoten darunter diese: Am Ersten Weihnachtsfeiertag wurde er nach Untersotzbach gerufen für eine Fahrt zu den Augenkliniken in Frankfurt am Main. Sie kämpften sich durch den Schnee den Sotzbacher Berg hinauf und gelangten nach Wächtersbach wo die Begleiterin des Patienten darum bat, einen Umweg zu machen, damit sie das Pferd füttern könne, das oberhalb des Friedhofes auf einer Wiese stand. (Auszug aus "Gelnhäuser Tageblatt" 17.01.2005)

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