Hilfseinsatz in Rumänien vom 28.04. bis 02.05.2006


Wasserwacht hilft rumänischen Hochwasseropfern

Drei Helfer aus Birstein erhielten am Wochenende mit ihrem Boot den Einsatzauftrag - Unterwegs in die Donauregion

Die Helfer aus Birstein mit ihrem speziellen Boot. Bild: gt BIRSTEIN (gt). Drei Helfer der Wasserwacht Birstein des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Gelnhausen, erhielten am Wochenende vom Generalsekreteriat aus Berlin den Befehl, mit dem Rettungsboot in den Südosten von Rumänien aufzubrechen. Wie Bereitschaftsleiter Edgar Haas und Geschäftsführer Michael Kronberg mitteilen, ist bereits am Donnerstag der Voralarm beim Kreisverband eingegangen.
Starke Regenfälle und die Schneeschmelze haben in den vergangenen Wochen die Donau in Rumänien über die Ufer treten lassen. Angesichts der weiter dramatischen Lage haben Tausende ihre Häuser in den Hochwassergebieten verlassen müssen. Experten zufolge hat die Strömungsstärke des Hochwassers so zugenommen, dass die seit Wochen beanspruchten Dämme den Wassermassen nicht mehr standhalten können und auseinanderbrechen. Am schlimmsten traf es drei Regionen im Südwesten - Caras-Severin, Mehedinti und Dolj, und drei Regionen im Südosten des Landes - Tulcea, Constanta und Calarasi.
Insgesamt haben bis jetzt 13 000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Das Rumänische Rote Kreuz wandte sich an das DRK mit der Bitte um Bereitstellung von Rettungsbooten zur Versorgung der noch nicht evakuierten Bevölkerung mit lebensnotwendigen Hilfsmitteln und Lebensmitteln in der Region Tulcea (Donau Delta). Das DRK entsendet insgesamt drei Rettungsboote, besetzt mit jeweils drei Helfern, nach Rumänien. Neben dem Rettungsboot und den Helfern aus Gelnhausen und Birstein werden durch das Bayerische Rote Kreuz zwei weitere Boote gestellt. Bei den Rettungsbooten handelt es sich um Flachwasserboote, welche sich durch ihre hohe Tragfähigkeit für zehn Personen oder 1,2 Tonnen Gewicht auszeichnen. Sie werden auf einem Trailer von geländegängigen Fahrzeugen gezogen. Das Boot aus Birstein mit den annähernd 20 einsatzbereiten Helfern ist Bestandteil des Wasserrettungszuges des DRK-Landesverbandes Hessen. Normalerweise versehen die Helfer an den Wochenenden im Sommer den Wasserrettungsdienst am Stausee in Ahl und stehen dem Katastrophenschutz zur Verfügung. "Es ist ein gutes Gefühl für das Rote Kreuz, dass die ständigen Übungen und der Einsatz an Material und Geldern sich jetzt auszahlen," so Kronberg. Auch wenn die Überflutungen an der Donau bereits aus dem Bewusstsein der meisten Menschen verschwunden seien, sei das Rote Kreuz ein verlässlicher Partner. "Wir müssen weiter für die ehrenamtliche Arbeit im DRK werben." Seinen besonderen Dank richtet Kronberg an die Arbeitgeber der Helfer, die für den einwöchigen Einsatz kurzfristig freigestellt wurden. (Auszug aus "Gelnhäuser Tageblatt" 03.05.2006)

Anmerkung:
Entgegen dem Bericht im GT war nur ein Helfer aus Birstein (Erwin Schneider) im Einsatz in Rumänien. Dabei hatte er den Geländewagen der OV sowie das Boot auf seinem Trailer. Unterstützung hatte er durch zwei Kameraden aus Mittelhessen. Boot und Trailer wurden dem Rumänischen Roten Kreuz übergeben. Erwin Schneider, seine Kameraden und der Geländewagen sind mittlerweile wieder aus dem Katastrophengebiet zurück. Der Geländewagen hat sich angesichts der Straßenverhältnisse als sehr nützlich erwiesen und somit seinen Feuerprobe bestanden. Ersten Berichten zu Folge sind die Menschen in der betroffenen Region völlig aus sich gestellt und erhalten kaum Hilfe. Generell ist die Versorgungslage sehr schlecht.
Für das nach Rumänien gebrachte Boot wird die Wasserwacht Birstein vom Landesverband Hessen gleichwertigen Ersatz erhalten. Zur Zeit ist ein Boot der Wasserwacht Gießen in Birstein stationiert.

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